KI direkt im ERP, mit realistischem Blick.
Copilot und autonome Agenten arbeiten direkt in Business Central: Sales Order Agent, Payables Agent und mehr. Wir zeigen, was heute läuft, was in Vorschau ist und was es wirklich braucht.
KI-Potenzial besprechenKI zieht sich durch, bis ins System.
KI bleibt nicht außen vor. Mit Copilot und Business-Central-Agents arbeitet künstliche Intelligenz direkt in Ihrem ERP, übernimmt Routineaufgaben, bereitet Daten auf und bereitet Entscheidungen vor. So wird KI Teil des täglichen Betriebs, nicht nur des Projekts.
Business Central bringt KI direkt ins ERP: Copilot ist in jeder Online-Lizenz enthalten, und autonome Agenten übernehmen ganze Abläufe. Der Sales Order Agent erstellt Aufträge aus Kunden-E-Mails, der Payables Agent verarbeitet Eingangsrechnungen bis zur Freigabe, beide sind allgemein verfügbar. Der Agent Designer für eigene Agenten ist in Vorschau. KI arbeitet dabei auf Ihrer Datenbasis, die Kontrolle bleibt beim Menschen.
Business Central Agents sind KI-Agenten, die in Microsoft Dynamics 365 Business Central ganze Arbeitsabläufe eigenständig übernehmen, statt nur einzelne Vorschläge zu machen. Sie arbeiten auf den Daten und Regeln des Systems und legen jeden Schritt offen, sodass ein Mensch prüfen und freigeben kann. Allgemein verfügbar sind heute der Sales Order Agent, der Anfragen und Aufträge aus eingehenden Mails erfasst, und der Payables Agent für die Eingangsrechnung. Copilot ist in jeder Online-Lizenz enthalten und hilft bei Suche, Texten und Auswertungen. Der Agent Designer, mit dem sich eigene Agenten ohne Programmierung bauen lassen, ist in Vorschau. Über den Nutzen entscheidet dabei nicht der Agent, sondern die Datenbasis darunter: Stammdaten, Prozesse und klare Verantwortlichkeiten müssen sitzen. Fehlen sie, automatisiert ein Agent das Falsche, nur schneller als vorher. Der Einstieg lohnt deshalb dort, wo ein Ablauf ohnehin sauber definiert ist und oft wiederkehrt.

Copilot und Agenten, mit klarem Status.
Stand Release Wave 2 (2025/2026), auf Basis der Microsoft-Dokumentation. GA = allgemein verfügbar, Vorschau = Preview.
KI ist im ERP angekommen. Aber sie verstärkt gute wie schlechte Daten, deshalb entscheidet Ihre Datenbasis, ob sie wirklich nützt.
Drei Dinge, die zählen.
Auf Ihrer Datenbasis
KI arbeitet auf Ihren Daten, nicht an ihrer Stelle. Sie hebt Effizienz dort, wo Stammdaten und Prozesse sauber sind, und legt Schwächen offen, wo sie fehlen.
Mensch behält Kontrolle
Agenten schlagen vor und bereiten auf, Confidence-Level und Freigaben halten die Entscheidung beim Menschen. Automatisierung braucht nachvollziehbare Regeln und Prüfpunkte.
Cloud, mit Credits
Copilot ist in jeder Business-Central-Online-Lizenz enthalten, der Verbrauch läuft über Copilot Credits. Verfügbar nur für Business Central online, nicht On-Premises.
Warum die Datenbasis hier den Ausschlag gibt, ist inzwischen beziffert: Gartner erwartet, dass Organisationen bis 2026 60 Prozent ihrer KI-Vorhaben aufgeben, wenn diese nicht auf KI-tauglichen Daten aufsetzen. In der Praxis scheitert ein Agent selten am Modell und fast immer an dem, worauf er zugreift.
Quelle: Gartner, „Lack of AI-Ready Data Puts AI Projects at Risk“, 26.02.2025
Reife vor Funktion.
Die richtige Frage ist nicht, welches KI-Feature, sondern welcher Prozess reif genug ist, um Unterstützung zu tragen. Automatisierung potenziert saubere Daten, aber ebenso schmutzige. Deshalb kommt die Datenbasis zuerst.
Warum die Datenbasis zuerst kommtAgenten im Betrieb, nicht KI in der Umsetzung.
Diese Seite beschreibt KI, die dauerhaft im ERP arbeitet. Wie wir KI in der Projektarbeit selbst einsetzen, um schneller und präziser einzuführen, ist ein eigenes Thema.
Was ein KI-Agent in Business Central ist, und was nicht.
KI-Agenten in Business Central sind Funktionen, die eine Aufgabe eigenständig im System erledigen, statt nur Vorschläge zu machen. Sie lesen Ihre Daten, entscheiden innerhalb vorgegebener Regeln und führen Schritte aus, etwa in der Auftragserfassung oder der Kreditorenverarbeitung. Das Ergebnis legen sie zur Freigabe vor.
Drei Begriffe werden im Markt vermischt. Copilot schlägt vor, der Mensch entscheidet und gibt frei. Ein Agent führt innerhalb seiner Regeln selbst aus. Klassische Automatisierung folgt starren Regeln ohne Kontext und bricht ab, sobald ein Fall nicht ins Schema passt. Ein Agent ist deshalb kein Chatbot: Er arbeitet im System, auf Ihren Daten und nach Ihren Regeln.
Ein Agent braucht drei Dinge, und keines davon ist Technik: saubere Stammdaten, weil er nicht zwischen einem gepflegten und einem historisch gewachsenen Datensatz unterscheidet; klar definierte Prozesse, weil er nur ausführen kann, was entschieden ist; festgelegte Freigabe- und Eskalationswege, damit klar ist, wer eingreift, wenn ein Fall außerhalb der Regel liegt. Fehlt eines davon, skaliert der Agent nicht die Entlastung, sondern den Fehler. Deshalb lautet die Reihenfolge Datenbasis, Prozess, Agent.
Welche Agenten es heute gibt, und womit Sie anfangen.
Business Central bringt mehrere Agenten mit. Der Sales Order Agent nimmt eingehende Bestellungen auf, ordnet Artikel und Konditionen zu und bereitet den Auftrag vor. Der Payables Agent verarbeitet Eingangsrechnungen, gleicht sie gegen Bestellung und Wareneingang ab und bereitet die Buchung vor. Finanznahe Agenten unterstützen bei Abstimmung und wiederkehrenden Buchungen, ein Agent für Kundenkommunikation übernimmt Auftragsbestätigungen und Statusrückmeldungen. Der Expense Agent liest Spesenbelege aus und übergibt Berichte zur Freigabe, seit Sommer 2026 auch in Deutschland und Österreich. Mit dem Agent Designer konfigurieren Sie eigene Agenten für Ihre Abläufe, weitgehend ohne Code.
Der richtige erste Agent ist nicht der, der am meisten verspricht, sondern der, dessen Prozess bei Ihnen am klarsten geregelt und datenreif ist. Dort ist der Nutzen messbar und das Risiko klein. Ein brauchbares Auswahlverfahren dauert eine Stunde: Nehmen Sie die Agenten, bewerten Sie je Prozess Volumen, Regelklarheit und Stammdatenqualität, und beginnen Sie dort, wo alle drei gut sind. Bleibt keiner übrig, ist das die eigentliche Antwort und zeigt, wo zuerst zu arbeiten ist.
Auch der richtige Agent findet im Betrieb Datenfehler, die vorher niemand gesehen hat. Entscheidend ist dann, wer seine Befunde abarbeitet. Für Dynamics NAV und Business Central On-Premises gelten andere Regeln: Gibt es KI für Business Central On-Premises und NAV?
Was ein Partner tut, wenn Agenten die Ausführung übernehmen.
Solange der Wert eines Partners im Customizing lag, ging es um Entwicklungsstunden: Je mehr Sonderwege entstanden, desto höher der Umsatz. Das setzte einen stillen Anreiz, Komplexität eher aufzubauen als abzubauen. Mit Agenten kehrt sich das um. Sie übernehmen die wiederkehrende Ausführung, und der Wert liegt darin, dass Prozesse regelbar sind, Daten sauber und Agenten sinnvoll begrenzt.
Genau dort wird ein seniorer Partner wichtiger, nicht überflüssig. Jemand muss entscheiden, welche Aufgabe ein Agent übernehmen darf, welche Regel dabei gilt und wo der Mensch zwingend bleibt. Das ist Steuerung, nicht Programmierung, und sie braucht Erfahrung mit den Folgen solcher Entscheidungen über Jahre.
Drei Fragen an einen Partner: Stärkt er Sie in Governance und Datenbasis, oder hängt er an Entwicklungsstunden, die ein Agent ohnehin überflüssig macht? Baut er Komplexität ab, damit Prozesse regelbar werden, oder hält er sie am Leben? Redet er über Verantwortung und die Grenzen der Agenten, oder nur über Features? Die dritte Frage ist die aussagekräftigste, weil Features dokumentiert sind und die Grenzen nur aus Erfahrung kommen. Der Agent nimmt Ihnen die Ausführung ab, nicht die Verantwortung.
Passend zum Thema.
Was zu KI in Business Central gefragt wird.
Was kostet Copilot in Business Central?
Copilot ist in jeder Business-Central-Online-Lizenz enthalten, ohne Zusatzlizenz. Der Verbrauch bestimmter KI-Funktionen läuft über Copilot Credits, die je nach Nutzung zusätzlich anfallen können. Für die Planung heißt das: die Einstiegshürde ist null, die laufenden Kosten hängen an der tatsächlichen Nutzung und bleiben über das Admin Center sichtbar und steuerbar.
Läuft KI auch in Business Central On-Premises?
Nein. Copilot und die Agenten sind nur für Business Central online verfügbar, nicht für On-Premises-Installationen. Wer die KI-Funktionen nutzen will, braucht die Cloud, und genau das ist für viele Unternehmen der handfeste Grund, den Umstieg jetzt zu planen statt später.
Sind die Agenten zuverlässig genug für den Betrieb?
Die verfügbaren Agenten arbeiten mit Confidence-Levels und Freigaben: der Agent schlägt vor, ein Mensch gibt frei, und erst mit wachsender Trefferquote wird mehr automatisiert. Ob das im Alltag trägt, entscheidet weniger der Agent als die Datenbasis, auf der er arbeitet. Saubere Stammdaten und klare Regeln sind die Voraussetzung, nicht die Kür.
Agenten sind ein Baustein, nicht das Ganze. Den Rahmen dazu finden Sie auf der Übersicht Business Central als Heimat.
Welcher Ihrer Prozesse ist reif für KI?
Im Gespräch finden wir heraus, wo KI im Betrieb heute schon trägt. Senior-geführt, ohne Hype.
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