Fachbeitrag zu ERP- und Business-Central-Projekten
Artikel · KI

32,5 Milliarden Dollar: Was von Microsofts Entwicklungsbudget in Ihrem Business Central ankommt

Rund 32,5 Mrd. USD F&E im Jahr 2025: was davon in Business Central ankommt, und die Bedingung dafür.

Frank Maier19.10.20262 Min. Lesezeit

Worum es in diesem Beitrag geht

  • Microsofts F&E-Budget 2025: rund 32,5 Mrd. USD (10-K, SEC)
  • Was ankommt: Copilot inklusive, Agenten produktiv, zwei Release-Wellen
  • Diese Entwicklungskurve fährt kein Mittelständler selbst
  • Die Bedingung: eine Datenbasis, die die Kurve trägt

Wie groß ist Microsofts Entwicklungsbudget wirklich?

Microsoft hat im Geschäftsjahr 2025 rund 32,5 Mrd. USD in Forschung und Entwicklung investiert (Quelle: Microsoft 10-K, SEC). Das ist keine Marketingzahl, sondern ein Bilanzposten. Ein Teil dieser Summe fließt in die Dynamics-Plattform und damit in Business Central, ohne dass ein Kunde dafür ein Projekt startet oder eine Lizenz nachkauft.

Was davon kommt in Business Central an?

Copilot, in jeder Online-Lizenz enthalten

Assistenzfunktionen direkt im System, ohne Aufpreis. Der Verbrauch bestimmter KI-Funktionen läuft über Copilot Credits, die zusätzlich anfallen können, die Basis ist enthalten.

Agenten, allgemein verfügbar

Sales Order Agent und Payables Agent erledigen Routineschritte eigenständig im System, mit Freigaben beim Menschen. Mit dem Agent Designer lassen sich eigene Agenten bauen. Das ist der Teil der Entwicklung, der Arbeitsweisen wirklich verändert, nicht nur Oberflächen.

Zwei Release-Wellen pro Jahr, automatisch

Business Central online spielt Funktions- und Sicherheitsupdates automatisch ein. Der Versionsstand ist damit dauerhaft aktuell, ohne Upgrade-Projekt. Was früher ein eigenes Budget brauchte, ist heute Betriebsmodell.

Diese Entwicklungskurve fährt kein Mittelständler selbst, und mit Business Central muss er es auch nicht. Die ehrliche Frage ist eine andere: Kommt die Kurve bei Ihnen an?

Die Bedingung: Ihre Datenbasis muss die Kurve tragen

Ein aktueller Versionsstand heißt nicht, dass Ihr Unternehmen davon profitiert. Copilot und Agenten arbeiten auf Ihren Daten. Sind Stammdaten mehrdeutig und Prozesse undokumentiert, beschleunigt die beste Entwicklung nur die Verwirrung. Gartner erwartet, dass bis Ende 2026 rund 60 % der KI-Projekte aufgegeben werden, denen eine KI-taugliche Datenbasis fehlt. Der Unterschied zwischen Häusern, die von Microsofts Investition profitieren, und solchen, die nur Updates bekommen, liegt fast nie im System, sondern in der Datenbasis darunter.

Was das für Ihre ERP-Entscheidung bedeutet

Wer heute über sein ERP entscheidet, kauft nicht nur den Funktionsstand von heute, sondern eine Entwicklungskurve für die nächsten Jahre. Die Kurve ist bei Business Central bezahlt und kommt automatisch. Ihre Aufgabe ist der Teil, den kein Hersteller liefern kann: Prozesse, Datenbasis und klare Verantwortung. Genau dort setzen wir an, senior-geführt, mit Business Central als Heimat.

Häufige Fragen

Kostet Copilot in Business Central extra?
Copilot ist in jeder Online-Lizenz enthalten. Bestimmte KI-Funktionen verbrauchen Copilot Credits, die zusätzlich anfallen können.

Gilt das auch für Business Central On-Premises?
Nein. Copilot und die Agenten sind nur für Business Central online verfügbar, und auch die automatischen Release-Wellen sind ein Cloud-Modell.

Profitiere ich automatisch von den Updates?
Vom Versionsstand ja, vom Nutzen nur, wenn Datenbasis und Prozesse die neuen Funktionen tragen. Das ist die eigentliche Hausaufgabe, und sie liegt auf Kundenseite.

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