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Senior-geführte Antwort · Umstieg & Migration
Was passiert nach dem SAP-Wartungsende 2027 mit unserem System?
Das Datum ist gesetzt, die Entscheidung nicht. Wichtig ist, wann Sie sie treffen müssen.
Inhalt
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Die Mainstream-Wartung für SAP ERP 6.0 endet Ende 2027. Danach gibt es eine kostenpflichtige erweiterte Wartung bis Ende 2030 mit einem Aufschlag auf die Wartungsgebühr, anschließend nur noch kundenspezifische Wartung. Ihr System hört also nicht auf zu laufen. Was endet, sind reguläre Korrekturen und gesetzliche Anpassungen. Da ein Systemwechsel Vorlauf braucht, liegt der Entscheidungszeitpunkt deutlich vor dem Enddatum.
Wie eine Migration konkret abläuft: Migration von SAP zu Business Central
Der Vergleich der beiden Systeme: Business Central und SAP im Mittelstand
Was genau 2027 endet
Die Mainstream-Wartung für SAP ERP 6.0 läuft bis Ende 2027. In dieser Phase liefert SAP Korrekturen, Sicherheitsaktualisierungen und gesetzliche Anpassungen im üblichen Rahmen. Danach lässt sich eine erweiterte Wartung bis Ende 2030 hinzukaufen, für die ein Aufschlag auf die Wartungsgebühr anfällt. Danach bleibt die kundenspezifische Wartung, die deutlich eingeschränkt ist.
Quelle: SAP: Maintenance Strategy, abgerufen am 21.09.2026
Praktisch heißt das: Ihr System läuft weiter, und nichts wird abgeschaltet. Was wegfällt, sind die regelmäßigen gesetzlichen Anpassungen, und genau die sind im deutschen Rechnungswesen relevant. Wer nach dem Ende der Wartung ohne Anschluss dasteht, muss solche Anpassungen selbst beauftragen.
Warum der Entscheidungszeitpunkt viel früher liegt
Ein Systemwechsel im Mittelstand dauert von der Auswahl bis zum stabilen Betrieb typischerweise zwölf bis vierundzwanzig Monate, bei mehreren Gesellschaften länger. Rechnen Sie von Ihrem Zieltermin rückwärts, und der Startpunkt liegt schnell in der Gegenwart.
Dazu kommt ein Effekt, den viele unterschätzen: Wenn viele Unternehmen zum selben Stichtag wechseln, wird die Beratungskapazität knapp und die Preise steigen. Wer früh entscheidet, hat die bessere Auswahl an Partnern und mehr Verhandlungsspielraum.
Der dritte Grund ist die eigene Vorbereitung. Stammdaten bereinigen, Prozesse klären, Sonderlösungen prüfen: Diese Arbeit fällt ohnehin an und lässt sich in Ruhe erledigen oder unter Termindruck. Der Unterschied im Ergebnis ist erheblich.
Die drei Wege, die zur Wahl stehen
Der erste Weg ist der Umstieg innerhalb der SAP-Welt auf S/4HANA. Er liegt nahe, wenn Ihre Prozesse tief in SAP verankert sind, Sie eigene Entwicklungen haben, die weiter gebraucht werden, und die Organisation SAP-Wissen besitzt. Es ist kein Update, sondern ein Projekt mit eigener Größenordnung.
Der zweite Weg ist der Wechsel auf ein anderes System. Für mittelständische Unternehmen, deren SAP-Installation über die Jahre schwerfällig geworden ist, kann das die wirtschaftlichere Entscheidung sein, besonders wenn ein großer Teil der Funktionen nie genutzt wurde.
Der dritte Weg ist die erweiterte Wartung bis 2030 als bewusste Verlängerung. Das ist legitim, wenn Sie dadurch Zeit für eine saubere Vorbereitung gewinnen. Es ist riskant, wenn es nur das Aufschieben der Entscheidung ist, denn 2030 kommt mit derselben Sicherheit wie 2027.
Wie Sie die Entscheidung vorbereiten
Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme, die drei Fragen beantwortet. Erstens: Welche Funktionen nutzen Sie tatsächlich, gemessen an der Systemnutzung und nicht an der Erinnerung? In vielen gewachsenen Installationen ist der genutzte Anteil kleiner, als alle erwarten.
Zweitens: Welche Eigenentwicklungen gibt es, und welche davon sind noch geschäftsrelevant? Jede davon ist entweder ein Aufwandsposten für die Übernahme oder ein Kandidat für die Ablösung durch Standard.
Drittens: Wie sieht Ihre Datenlage aus? Diese Frage entscheidet in jedem der drei Wege über den Aufwand, denn Daten müssen in allen Fällen angefasst werden. Mit diesen drei Antworten lässt sich eine Wirtschaftlichkeitsrechnung aufstellen, die die Entscheidung trägt.
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Ihr System hört 2027 nicht auf zu laufen. Was endet, sind die gesetzlichen Anpassungen, und die brauchen Sie jedes Jahr.
Frank Maier, Gründer von DGP
Häufige Fragen
Kurz nachgefragt
Wann endet die Wartung für SAP ERP 6.0?
Die Mainstream-Wartung endet Ende 2027. Danach ist eine kostenpflichtige erweiterte Wartung bis Ende 2030 möglich, mit einem Aufschlag auf die Wartungsgebühr. Anschließend bleibt nur die eingeschränkte kundenspezifische Wartung.
Hört unser SAP-System 2027 auf zu funktionieren?
Nein. Das System läuft weiter, es wird nichts abgeschaltet. Was wegfällt, sind reguläre Korrekturen und die gesetzlichen Anpassungen, die im deutschen Rechnungswesen jedes Jahr gebraucht werden.
Wann müssen wir über die SAP-Ablösung entscheiden?
Deutlich vor dem Enddatum. Ein Systemwechsel dauert von der Auswahl bis zum stabilen Betrieb typischerweise zwölf bis vierundzwanzig Monate, bei mehreren Gesellschaften länger. Dazu kommt, dass Beratungskapazität zum Stichtag knapp und teurer wird.
Der größere Rahmen dieser Frage: ERP-Migration auf Business Central: Wege und Checkliste.
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