Senior-Beratungsgespräch zu Business Central und ERP bei DGP

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Senior-geführte Antwort · Kosten & Budget

Was kosten Lizenzen für Business Central pro Nutzer?

Die Listenpreise sind öffentlich. Interessanter ist die Frage, wie viele Voll-Lizenzen Sie wirklich brauchen.

Frank Maier·Zuletzt aktualisiert: 21.09.2026

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Microsoft nennt für Dynamics 365 Business Central öffentliche Listenpreise je Nutzer und Monat: Essentials 69,30 Euro, Premium 95,30 Euro und Team Members 6,90 Euro, jeweils bei jährlicher Abrechnung und zuzüglich Mehrwertsteuer. Die eigentliche Kostenfrage entscheidet sich aber nicht am Preis, sondern an der Zuordnung: Wie viele Menschen brauchen wirklich eine Voll-Lizenz, und wie viele arbeiten überwiegend lesend?

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Die Listenpreise im Überblick

Business Central wird pro benanntem Nutzer und Monat lizenziert. Es gibt zwei Voll-Lizenzen und eine günstige Zusatzrolle. Essentials deckt Finanzen, Verkauf, Einkauf, Lager und Projekte ab. Premium enthält zusätzlich Fertigung und Serviceauftragsverwaltung. Team Members ist für Mitarbeitende gedacht, die überwiegend lesen, Zeit erfassen oder einfache Daten pflegen.

Stand 21.09.2026 nennt Microsoft für Deutschland folgende Listenpreise je Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, zuzüglich Mehrwertsteuer: Essentials 69,30 Euro, Premium 95,30 Euro, Team Members 6,90 Euro. Microsoft weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Angaben Informationszwecken dienen und vom tatsächlichen Listenpreis abweichen können.

Quelle: Microsoft: Preise für Dynamics 365 Business Central, abgerufen am 21.09.2026

Wichtig ist die Regel dahinter: Innerhalb eines Mandanten können Sie Essentials und Premium nicht mischen. Wenn ein Teil Ihrer Nutzer Fertigung oder Serviceabwicklung braucht, gilt Premium für alle Voll-Lizenzen. Diese Regel verschiebt die Rechnung deutlicher als jeder Rabatt.

Wie viele Voll-Lizenzen brauchen Sie wirklich?

In fast jedem Projekt ist die erste Schätzung der Voll-Lizenzen zu hoch. Sie entsteht, indem die Zahl der Beschäftigten genommen und grob reduziert wird. Die belastbare Zahl entsteht anders: Man geht die Prozesse durch und fragt je Rolle, ob dort Belege erfasst oder nur Informationen gelesen werden.

Typische Kandidaten für Team Members sind Führungskräfte, die Auswertungen ansehen, Mitarbeitende in der Fertigung, die Zeiten und Mengen zurückmelden, und Kolleginnen im Service, die Stammdaten nachschlagen. Der Unterschied zwischen 69,30 Euro und 6,90 Euro je Person und Monat summiert sich über die Belegschaft und über die Jahre erheblich.

Umgekehrt gilt: Eine zu knapp geplante Lizenzierung erzeugt Umgehungen. Wenn eine Rolle formal nur lesen darf, praktisch aber buchen muss, entstehen Sammelkonten, unter denen mehrere Personen arbeiten. Das spart Lizenzkosten und kostet Nachvollziehbarkeit, und spätestens bei der ersten Prüfung wird es unangenehm.

Was in der Lizenzrechnung oft vergessen wird

Drei Posten tauchen in Lizenzvergleichen selten auf und fallen trotzdem an. Der erste sind Apps aus dem Marketplace. Viele nützliche Ergänzungen, etwa für Dokumentenmanagement, Zahlungsverkehr oder branchenspezifische Funktionen, werden ebenfalls pro Nutzer oder pro Mandant abgerechnet. Ein Add-on für zehn Euro je Nutzer und Monat kann die Lizenzkosten um ein Siebtel erhöhen.

Der zweite Posten sind zusätzliche Umgebungen. Produktion, Test und Entwicklung sind in bestimmtem Umfang enthalten, darüber hinaus kosten weitere Sandboxes. Für Projekte mit paralleler Weiterentwicklung ist das ein realer, planbarer Posten.

Der dritte Posten ist KI. Copilot-Funktionen sind teilweise enthalten, rechenintensive Agenten werden über ein Verbrauchsmodell abgerechnet. Das ist kein Grund, darauf zu verzichten, aber es gehört in die Kalkulation, weil es mit der Nutzung wächst statt mit der Nutzerzahl.

Warum die Lizenz der kleinste Hebel ist

Über fünf Jahre gerechnet machen Lizenzen in mittelständischen Projekten typischerweise den kleineren Teil der Gesamtkosten aus. Der größere Teil steckt in Beratung, Datenmigration, Schnittstellen und in der Zeit Ihres eigenen Teams. Wer bei den Lizenzen zehn Prozent verhandelt und bei der Projektvorbereitung spart, hat unter dem Strich verloren.

Das ist kein Argument gegen sorgfältige Lizenzplanung. Die Zuordnung der Rollen lohnt sich, und sie lohnt sich dauerhaft, weil Lizenzkosten jeden Monat wiederkehren. Es ist ein Argument gegen die Reihenfolge, in der viele Projekte kalkuliert werden.

Die sinnvolle Reihenfolge lautet: erst die Prozesse und Rollen klären, daraus die Lizenzstruktur ableiten, und parallel die Blöcke kalkulieren, die tatsächlich über das Budget entscheiden. Dann ist die Lizenzzahl ein Ergebnis und keine Annahme.

Wer bei den Lizenzen zehn Prozent verhandelt und bei der Projektvorbereitung spart, hat unter dem Strich verloren.

Frank Maier, Gründer von DGP

Häufige Fragen

Kurz nachgefragt

Was kostet Business Central pro Nutzer und Monat?

Microsoft nennt für Deutschland Listenpreise von 69,30 Euro für Essentials, 95,30 Euro für Premium und 6,90 Euro für Team Members, jeweils je Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung und zuzüglich Mehrwertsteuer (Stand 21.09.2026). Die Angaben können je nach Region und Vertrag abweichen.

Kann man Essentials und Premium gemischt lizenzieren?

Nein, nicht innerhalb desselben Mandanten. Sobald ein Teil der Nutzer Fertigung oder Serviceauftragsverwaltung benötigt, gilt Premium für alle Voll-Lizenzen. Diese Regel verschiebt die Kalkulation meist stärker als jeder Rabatt.

Wie viele Team-Members-Lizenzen sind realistisch?

Das ergibt sich aus den Rollen, nicht aus einer Faustformel. Wer überwiegend liest, Zeiten zurückmeldet oder Daten nachschlägt, braucht keine Voll-Lizenz. Wer Belege erfasst, braucht eine. Planen Sie nicht zu knapp, sonst entstehen Sammelkonten und die Nachvollziehbarkeit geht verloren.

Der größere Rahmen dieser Frage: Was kostet eine Business-Central-Einführung wirklich?.

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