Senior-Beratungsgespräch zu Business Central und ERP bei DGP

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Senior-geführte Antwort · Kosten & Budget

Was kostet ein ERP-Berater pro Tag?

Der Tagessatz ist die am leichtesten vergleichbare und die am wenigsten aussagekräftige Zahl im Angebot.

Frank Maier·Zuletzt aktualisiert: 21.09.2026

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Tagessätze für ERP-Beratung im deutschen Mittelstand bewegen sich je nach Rolle und Erfahrung grob zwischen 900 und 1.800 Euro, für seniore Steuerung und Architektur auch darüber. Diese Spanne hilft allerdings nur begrenzt weiter, denn die Projektkosten ergeben sich aus Satz mal Tagen. Ein höherer Satz mit weniger Tagen ist regelmäßig günstiger als ein niedriger Satz mit Einarbeitungszeit, Nacharbeit und Abstimmungsrunden.

Wie Sie Angebote trotz unterschiedlicher Sätze vergleichbar machen: ERP-Angebote vergleichen

Was Seniorität konkret ändert: Wer führt Ihre Einführung wirklich?

Woraus sich ein Tagessatz zusammensetzt

Ein Tagessatz bildet drei Dinge ab: die Erfahrung der Person, die Verfügbarkeit dieser Erfahrung im Markt und das Risiko, das der Anbieter trägt. Eine Fachkraft, die ein Modul konfiguriert, liegt niedriger als jemand, der ein Programm über mehrere Länder steuert, und das ist sachlich richtig, weil die Verantwortung eine andere ist.

Die Spanne im deutschen Mittelstandsgeschäft liegt nach unserer Markterfahrung grob zwischen 900 und 1.800 Euro je Tag. Unterhalb davon finden sich meist Nearshore-Kapazitäten oder Einsteigerprofile, oberhalb Spezialrollen und seniore Programmsteuerung. Diese Zahlen sind Orientierung, kein Preisverzeichnis, und sie bewegen sich mit Auslastung und Nachfrage.

Auffällig ist, wie wenig die Sätze über das Ergebnis aussagen. Wir sehen regelmäßig Projekte, in denen günstige Tagessätze in Summe teurer waren, weil die Klärungsarbeit fehlte und Entscheidungen mehrfach getroffen wurden.

Die Rechnung, die wirklich zählt

Die relevante Größe ist nicht der Satz, sondern der Preis pro erreichtem Ergebnis. Ein Beispiel aus dem Alltag: Die Konzeption eines Bereichs kann mit einem erfahrenen Kopf in vier Tagen stehen oder mit einem weniger erfahrenen in zehn, und im zweiten Fall kommen Abstimmungsrunden hinzu, weil das Ergebnis nachgeschärft werden muss. Bei 1.500 gegen 1.000 Euro Tagessatz stehen dann 6.000 Euro gegen 10.000 Euro, und das ohne die interne Zeit, die Ihr Team in den zusätzlichen Runden verbringt.

Diese interne Zeit ist der unsichtbare Teil der Rechnung. Jeder externe Tag bindet Mitarbeitende bei Ihnen, in Workshops, Abstimmungen und Tests. Wer die Beratungstage verdoppelt, verdoppelt näherungsweise auch diese Bindung, nur taucht sie in keinem Angebot auf.

Der ehrlichste Vergleichsmaßstab ist deshalb der kalkulierte Gesamtaufwand für einen klar beschriebenen Umfang, nicht der Satz. Fragen Sie nach Tagen je Phase und je Rolle, dann wird der Unterschied zwischen zwei Angeboten sichtbar.

Wo niedrige Sätze sinnvoll sind und wo nicht

Es gibt Aufgaben, bei denen ein niedriger Satz die richtige Entscheidung ist. Datenaufbereitung, Massenpflege, wiederkehrende Tests und Dokumentation sind gut abgrenzbar und brauchen keine seniore Erfahrung, sondern Sorgfalt und Kapazität. Hier sparen Sie echtes Geld, ohne Risiko einzugehen.

Es gibt andere Aufgaben, bei denen ein niedriger Satz teuer wird. Dazu gehören die Prozesskonzeption, die Entscheidung über Standard oder Anpassung, die Architektur der Datenmigration und die Steuerung, wenn es schwierig wird. An diesen Stellen entstehen Festlegungen, die das Projekt über Jahre tragen oder belasten.

Die sinnvolle Struktur ist deshalb gemischt: Seniorität dort, wo Entscheidungen fallen, günstigere Kapazität dort, wo umgesetzt wird. Ein Angebot, das durchgehend einen Satz nennt, verbirgt entweder eine Mischkalkulation oder eine Struktur, die zu einem der beiden Enden nicht passt.

Was Sie im Angebot prüfen sollten

Prüfen Sie drei Dinge. Erstens die Rollenverteilung: Wie viele Tage sind für welche Rolle vorgesehen, und wer genau ist diese Rolle? Der Unterschied zwischen dem Namen im Angebot und der Person im Projekt ist einer der häufigsten Streitpunkte.

Zweitens die Reisekosten und die Frage, wie viel vor Ort stattfindet. Bei einem Projekt über zwölf Monate ist der Unterschied zwischen zwei und vier Vor-Ort-Tagen im Monat ein spürbarer Betrag, und er lässt sich sachlich entscheiden, weil manche Formate remote genauso funktionieren und andere nicht.

Drittens die Konditionen für Mehraufwand. Ein Tagessatz ohne vereinbarten Änderungsprozess ist eine offene Rechnung. Ein Angebot, das beschreibt, ab wann und durch wen Mehraufwand freigegeben wird, ist auch bei höherem Satz das kalkulierbarere.

Die relevante Größe ist nicht der Tagessatz, sondern der Preis pro erreichtem Ergebnis.

Frank Maier, Gründer von DGP

Häufige Fragen

Kurz nachgefragt

Was kostet ERP-Beratung pro Tag im deutschen Mittelstand?

Nach unserer Markterfahrung bewegen sich die Sätze je nach Rolle grob zwischen 900 und 1.800 Euro, seniore Steuerung und Spezialrollen liegen darüber, Nearshore- und Einsteigerprofile darunter. Das ist eine Orientierung und kein Preisverzeichnis.

Ist ein niedrigerer Tagessatz günstiger?

Nicht zwangsläufig. Projektkosten sind Satz mal Tage, und weniger Erfahrung braucht meist mehr Tage sowie zusätzliche Abstimmungsrunden. Dazu kommt die interne Zeit Ihres Teams, die mit jedem zusätzlichen Beratungstag mitwächst und in keinem Angebot steht.

Wo lohnt sich günstige Kapazität, wo teure Erfahrung?

Günstige Kapazität lohnt sich bei Datenaufbereitung, Massenpflege, Tests und Dokumentation. Erfahrung zahlt sich dort aus, wo Festlegungen fallen: Prozesskonzeption, Entscheidung über Standard oder Anpassung, Migrationsarchitektur und Steuerung unter Druck.

Der größere Rahmen dieser Frage: Was kostet eine Business-Central-Einführung wirklich?.

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