Senior-Beratungsgespräch zu Business Central und ERP bei DGP

Warum Ihr Team dem neuen ERP nicht folgt, obwohl Sie alles kommuniziert haben

Change bei einer ERP-Einführung scheitert selten an Kommunikation, sondern an fehlender Datenbasis und unklarer Governance.

Frank Maier·Zuletzt aktualisiert: 03.08.2026

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Change bei einer ERP-Einführung scheitert selten an Kommunikation, sondern an fehlender Datenbasis und unklarer Governance. Wenn das System unzuverlässige Zahlen zeigt und niemand Entscheidungen verbindlich trifft, verliert das Team Vertrauen. Kein Workshop und keine E-Mail-Kampagne holt dieses Vertrauen zurück.

Warum entsteht Akzeptanz aus Verlässlichkeit?

Akzeptanz entsteht, wenn das System im Alltag funktioniert, nicht wenn gut darüber gesprochen wird. Wenn Business Central korrekte Zahlen liefert, wenn ein Beleg dort landet, wo er hingehört, und wenn eine offene Frage binnen Tagen entschieden wird, folgt das Team von selbst. Umgekehrt hilft keine Kommunikationskampagne, wenn die Zahlen erst diskutiert werden müssen.

Zwei stille Ursachen zerstören diese Verlässlichkeit. Die erste ist eine unsaubere Datenbasis: Das System wirkt dann falsch, obwohl es korrekt rechnet, weil es falsche Eingaben korrekt verarbeitet. Die zweite ist fehlende Governance: Entscheidungen versanden, Workarounds entstehen, und jeder Bereich baut sich seinen eigenen Weg.

Beide Ursachen liegen vor der Kommunikation und lassen sich nicht durch sie ausgleichen. Wer Akzeptanz will, investiert in Datenqualität und Entscheidungstakt, und die Kommunikation berichtet dann über etwas, das trägt.

Warum ist Widerstand ein Symptom?

Widerstand ist fast immer ein Symptom und selten der Ursprung. Wenn Mitarbeitende das neue System umgehen, haben sie meist einen sachlichen Grund: Der neue Weg ist länger als der alte, eine Information fehlt an der Stelle, an der sie gebraucht wird, oder eine Ausnahme ist nicht abgebildet und muss trotzdem bearbeitet werden. Wer nur an der Kommunikation dreht, behandelt das Symptom.

Die wirksamen Hebel liegen früher. Fachbereiche werden in die Datenregeln und in die fachliche Abnahme eingebunden, damit sie das System als ihres erleben. Key User bekommen echte Zeit im Kalender, nicht guten Willen. Und Ausnahmen werden dokumentiert und entschieden, statt in Workarounds zu wandern.

Change ist damit weniger eine Kommunikations- als eine Steuerungsaufgabe. Die Steuerung bleibt auf Ihrer Seite, mit Business Central als Heimat, und genau diese Klarheit über Verantwortung ist es, die Widerstand auflöst.

“

Ein Team folgt keinem System, dem es nicht traut. Vertrauen entsteht aus verlässlichen Zahlen und klarer Steuerung, nicht aus einer E-Mail-Kampagne.

Frank Maier, Gründer von DGP

Häufige Fragen

Kurz nachgefragt

Bringt ein dediziertes Change-Management-Programm nichts?

Doch, aber nur oben auf einer tragfähigen Datenbasis und klarer Governance. Ohne Fundament kaschiert es nur die eigentlichen Probleme.

Woran erkennen wir echten Widerstand?

Wenn Anwender trotz Schulung zu alten Wegen zurückkehren. Das deutet fast immer auf unzuverlässige Daten oder unklare Zuständigkeiten hin.

Wie viel Change-Management braucht ein Business-Central-Projekt wirklich?

Weniger Folien, mehr Verlässlichkeit: klare Prozessentscheidungen, Key User mit echter Zeit, funktionierende Daten am Go-live. Akzeptanz folgt einem System, das im Alltag trägt, nicht einer Kommunikationskampagne.

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